Für Lehrende · Systems Thinking
Systemdenken lehren:
Workshop-Reihe und Software für die Hochschule.
ThinkTogether bringt Sterman (2000), Meadows (1999) und Senge (1990) aus dem Foliensatz in die Anwendung: Studierende modellieren reale Fälle als Wirkungsgefüge, direkt im Browser.
Alicia Frommann · MSc Digital Business & Sustainable Innovation, MCI Innsbruck
Loop automatisch erkannt · Polaritäten gezählt → R (verstärkend)
So funktioniert es im Kurs
Vom realen Fall
zum gemeinsamen Modell.
01
Session-Code an die Wand
Studierende arbeiten sofort im Browser: keine Installation, keine Accounts im ersten Schritt.
02
Realen Fall modellieren
Teams bauen Variablen und Wirkungspfeile mit Polarität. Loops werden automatisch erkannt und als verstärkend oder ausgleichend klassifiziert.
03
Vom Modell zur Maßnahme
Teams ordnen ihr Modell in Eisberg-Ebenen, finden Leverage Points und halten jede Maßnahme mit ihrer erwarteten Wirkung fest. Später prüfen sie die Annahme gegen die Realität.
Wissenschaftliche Grundlage
Notation und Modell-Prüfung nach Sterman (2000), Loop-Klassifikation nach der Paritätsregel, Eisberg-Ebenen und Leverage Points nach Meadows (1999), Mental Models nach Senge (1990).
Ehrlichkeit als Prinzip: Heuristiken werden nie als Messungen dargestellt. Die Software entscheidet nichts automatisch: der Mensch entscheidet, die Software erklärt.
Die Workshop-Reihe
Sieben Schritte,
die aufeinander aufbauen.
Eine siebenteilige Reihe, erfahrungsbasiert nach Kolb, vom qualitativen Denken zur Modellierung. Jeder Workshop endet mit einer Transferaufgabe, die in den nächsten einfließt.
Der erste Schritt ist ein Perspektivwechsel: weg vom linearen Ursache-Wirkung-Denken, hin zu zirkulärer Kausalität. Diese Grundlage trägt alle sechs folgenden Workshops.
Policy ResistanceIceberg ModelGrundlage: Sterman 2001, Meadows 2008
Systemische Zusammenhänge sauber sichtbar machen: Variablen, Polaritäten und Loop-Strukturen korrekt in CLDs darstellen.
Reinforcing & Balancing LoopsDominant Loop ThinkingGrundlage: Sterman 2000, Richardson 1986
Warum Systeme träge reagieren und oszillieren. Verhalten entsteht aus Akkumulation und Verzögerung, nicht nur aus Kausalität.
Stocks & FlowsDelaysBeer Distribution GameGrundlage: Sterman 1989, Forrester 1961
Wiederkehrende Muster erkennen und auf eigene Kontexte übertragen. Archetypen als Denkwerkzeuge, nicht als Schubladen.
Fixes that FailShifting the BurdenTragedy of the CommonsGrundlage: Senge 1990, Kim 1994
Wo lässt sich ein System wirklich verändern? Wirksame Eingriffspunkte sind oft kontraintuitiv und liegen tiefer, als man denkt.
Meadows’ 12 InterventionspunkteKontraintuitivitätGrundlage: Meadows 1999, Forrester 1971
Wie Denkmodelle Systeme stabil halten und Interventionen begrenzen. Vom Single-Loop zum Double-Loop Learning.
Shared Mental ModelsDouble-Loop LearningGrundlage: Senge 1990, Argyris & Schön 1978, Doyle & Ford 1998
Integration: Alle Konzepte fließen in eine vollständige Systemanalyse. Eine eigene dynamische Hypothese, daraus fundierte Interventionen.
Vollständige SystemmodellierungGruppenprojektGrundlage: Sterman 2000, Richardson & Pugh 1981
Kontakt aufnehmen.
Eine kurze Nachricht genügt, ohne Formular und ohne Wartezeit.
Ob Workshop im Unternehmen, Systemdenken im Unterricht oder ein erstes Kennenlernen: Schreib mir, und wir finden gemeinsam heraus, was zu deinem Kontext passt.
Das Eisberg-Modell im Kurs
Warum kommt das Problem zurück, obwohl es gelöst war?
Studierende ordnen ihr Modell in vier Tiefenebenen. Tiefere Ebenen haben tendenziell mehr Hebel, sind aber langsamer und schwerer zu bewegen. Eine Denk-Leiter, keine Messung.
Planspiel
In EntwicklungSimulation Game: die Capability-Falle erleben
Studierende erleben die worse-before-better-Dynamik selbst, statt sie nur auf einer Folie zu sehen: unter Druck entscheiden, Firefighting gegen geschützte Verbesserungszeit abwägen, danach der gemeinsame Debrief entlang des echten Loops. Die Dynamik dahinter ist als offenes Beispiel schon heute auf dieser Website durchspielbar.
Das Format entsteht gerade und ist noch nicht buchbar. Wenn Ihre Lehrveranstaltung Pilot sein möchte: melden Sie sich.
Datenschutz vor Feature
KI-Verarbeitung ausschließlich mit EU-Datenresidenz. Solange diese nicht verfügbar ist, bleiben KI-Funktionen deaktiviert. Die Modellierung selbst funktioniert ohne Einschränkung.
Pilot in der Lehre
Für das Studienjahr 2026/27 suchen wir eine Lehrveranstaltung.
Für einen strukturierten Pilot: Workshop-Reihe, Plattformeinsatz, gemeinsame Evaluation der Lernwirksamkeit. 20 Minuten Gespräch genügen, wir zeigen die Plattform live.
Gespräch anfragen →Alicia Frommann · MSc Digital Business & Sustainable Innovation, MCI Innsbruck
Ist das für dich?
In zwei Minuten erklärt, ob das in deine Lehre passt.
Für dich, wenn
du Systemdenken lehrst und willst, dass Studierende es begreifen, indem sie ein echtes System selbst modellieren.
Das bringt es dir
ein Lehrformat mit Aha-Moment statt Folienschlacht, das in eine Sitzung oder über ein ganzes Semester passt.
So läuft es ab
wir schauen deine Lehrsituation an, wählen ein Beispiel und binden die Software so ein, dass die Studierenden selbst bauen.
Häufige Fragen
Für wen ist das Lehrformat gedacht?
Für Lehrende an Hochschulen und Schulen, die Systemdenken nicht als Theorie vermitteln wollen, sondern als Handwerk. Es passt in Module zu Nachhaltigkeit, Management, Wirtschaft oder Digitalisierung, überall dort, wo Studierende komplexe Zusammenhänge verstehen sollen.
Was machen die Studierenden konkret?
Sie modellieren echte Systeme selbst: Variablen, Wirkungsschleifen, Verzögerungen und Hebelpunkte in einem Causal Loop Diagram. Statt einer Vorlesung über Systemdenken bauen sie ein Modell, an dem der Aha-Moment von allein entsteht.
Passt das in eine Vorlesung oder ein Semester?
Ja, in beiden Größen. Es funktioniert als einzelne Sitzung mit einem geführten Beispiel und als durchgehender roter Faden über ein Semester, wenn die Studierenden ein eigenes System über mehrere Wochen ausbauen.
Brauchen die Studierenden Vorkenntnisse in Systemdenken?
Nein. Das Format startet bei null und führt ruhig durch die ersten Schritte. Ein echtes Beispiel und das sichtbare Diagramm tragen den Einstieg, ohne dass jemand vorher Theorie gelesen haben muss.
Wie binde ich das ein, und was kostet es?
Am Anfang steht ein kurzes Gespräch, in dem wir eure Lehrsituation anschauen und klären, wie das Format in euer Modul passt. Konditionen und Zugänge zur Software besprechen wir dort. Schreibt einfach über das Kontaktformular.